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Musik begeistert

Wir sind ein Auswahlorchester des
Landesmusikrats Baden-Württemberg.

03.01.-06.01.2018 | Arbeitsphase in Heidelberg

Vom 03. bis zum 06. Januar 2018 fand in der Jugendherberge in Heidelberg die erste Arbeitsphase 2018 des Jugendzupforchesters Baden-Württemberg (JZO) statt. Nach dem erfolgreichen Jahresausklang durch die letzte Arbeitsphase im Oktober 2017 mit Gastauftritt zum 30-jährigen Jubiläum der Gitarrenfreunde Rastatt e.V. (wie im letzten Zupfkurier berichtet), gilt es nun neue Projekte in Angriff zu nehmen: die Teilnahme am größten Kulturereignis unserer Instrumentenszene, dem Eurofestival der Zupfmusik 2018 in Bruchsal.

Schwerpunkt der Arbeitsphase stellte auch in diesen 4 Tage Orchester- und Stimmprobeneinheiten dar. Bereits in der letzten Arbeitsphase wurde die Probenarbeit um eine Einheit „Tonbildung“ und der damit verbundenen neuen technischen Facetten, ergänzt. Für diese Arbeitsphase hatte das Dozententeam um den Dirigenten Valerij Kisseljow ein besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel und -hören gelegt und folgende Übung parat: alle Stimmen des Orchesters wurden kunterbunt gemischt. Zwar hatte man in den meisten Fällen nun einen ungewohnten Sitznachbar, jedoch zeigte sich schnell, welchen Effekt diese Art der Ensembleprobe erzeugte. Das gemeinsame Verständnis für die jeweiligen Stimmfolgen anderer Instrumente hatte man „direkt im Gehör“; die Abstimmung der einzelnen Stimmen untereinander verbesserte sich – auch in der „normalen“ Orchesterbesetzung. Dies hat auf alle Fälle Wiederholungscharakter!

Neben dem Proben war natürlich auch Zeit für Spiel und Spaß, der ein wichtiges Element der gruppendynamischen Entwicklung darstellt. So wurde sich nach einem langen Probetag auf die Jagd nach Werwölfen unter Dorfbewohnern gemacht (Spiel: „Die Werwölfe von Düsterwald“). Jeder ist verdächtigt, jeder kann es sein – abgestimmt wird gemeinsam in Dorfversammlungen: welcher Werwolf hat unseren Hauptmann gefressen, der doch nach der Morgendämmerung die Dorfversammlung immer leitet? Ein Spiel, dass mit großen Gruppen gespielt werden kann und allen Beteiligten sichtlich Spaß bereitete und viel Überzeugungskünste abverlangte, um nicht selbst in falschen Verdacht zu geraten. Wem das noch nicht genug war, der konnte sich im Anschluss noch mit Kartenspiel oder im gemeinsamen Austausch mit seinen Gleichgesinnten vergnügen.

Gleich zwei Besuchern hatte das JZO Auszüge aus dem Programm für das Euromusikfestival in Bruchsal präsentieren können. Neben dem JZO beherbergte die Jugendherberge Heidelberg auch ein weiteres Auswahlorchester des Landesmusikrates: das Jugendgitarrenorchester Baden-Württemberg (JGO). Unter der Leitung von Helmut Österreich und Christian Wernicke absolvierte das JGO ebenfalls zur selben Zeit ihre erste Arbeitsphase für das Jahr. Ein gegenseitiges Besuchen war natürlich sofort gebongt und beide Orchester konnten einen kleinen Einblick in die Proben- und Arbeitsweisen des jeweils anderen gewinnen.
                       
Als weiteren Besucher konnte das JZO Harald Maier, Generalsekretär des Landesmusikrats Baden-Württemberg und Träger des JZOs begrüßen. Herr Maier konnte sich vor Ort ein Bild über die erfolgreiche Jugend- und Talentförderung machen, sowie Dozenten- und Organisatoren kennenlernen und war großen Lobs. Auch gute Erfolgswünsche für die anstehenden „Jugend musiziert“-Entscheide durften nicht fehlen - schließlich finden sich im JZO als Auswahlorchester auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Wettbewerbs. Mit dem Organisationsteam (Felix Rittler und Frederic Lederle) wurde sich zudem über den in 2017 eingeleitete und in 2018 weiter vollziehenden Generationswechsel sowie aktuelle Themen und Projekte ausgetauscht.

Stichwort Organisation: seit Anfang 2017 wird das JZO durch Orchestersprecher in ihren persönlichen Belangen vertreten. Durchgeführt wird dies insbesondere durch Orchesterbesprechungen, welche als Plattform allen Mitspielerinnen und Mitspieler ermöglicht, „ihr JZO“ aktiv mitzugestalten. Ein Austausch über Aktivitäten und Ziele aber auch Feedbacks und Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können so Berücksichtigung finden. Neben kritischen Feedbacks zu organisatorischen Angelegenheiten, werden bspw. auch (im Auftrag unseres Dirigenten) Vorschläge gemacht, welche Stücke des Repertoires ausgetauscht werden sollen und welche neuen Stücke das Orchester gerne einstudieren möchte. Mit der ersten Arbeitsphase eines neuen Jahres wird zudem eine (Neu-)Wahl der Orchestersprecher durchgeführt. Dabei wurden Vera Hallebach und Noah Wahl als bisherige Orchestersprecher in ihrem Amt bestätigt. Auch den „Neuen“ unter uns, wird dadurch die Arbeitsweise des Orchesters transparent gemacht und man hat die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Ansprechpartner kennen zu lernen.

Durch die Teilnahme am Eurofestival der Zupfmusik im Mai in Bruchsal und weiteren Arbeitsphasen ist der Ausblick ins Jahr 2018 vielversprechend und abwechslungsreich für das Jugendzupforchester Baden-Württemberg. Natürlich wäre ein so dynamisches Orchester ohne seinen hochmotivierten Dirigenten wie Valerij Kisseljow und qualifizierte Stimmbildner wie Elena und Jonas nicht möglich. Unser Dank gilt daher ihnen ebenso wie unserem künstlerischen Leiter Arnold Sesterheim.

PS: Das JZO Baden-Württemberg ist als Auswahlorchester des Landesmusikrats Baden-Württemberg immer auf der Suche nach neuen Spielerinnen und Spieler in und aus Baden-Württemberg sowie näherer Umgebung. Lust, bei uns mitzumachen? Dann melde dich einfach bei einem der folgenden Personen:
Arnold Sesterheim (künstlerischer Leiter) • Tel.: 07222 401402 • E-Mail: [email protected]
Frederic Lederle (Organisation) • Tel.: 06321 952050 • E-Mail: [email protected]

Text: Frederic Lederle
Bilder: JZO Baden-Württemberg

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